Mascha Kaléko - Verse in Dur und Moll
mit Regine Gebhardt und Olaf Taube (Vibraphon)
Regie: Michael Hoffmann
Berlin, 2007

"Ein Gedicht, ein lyrisches Ich stand vor mir, klein, schwarz, zierlich. Ironie und Spottlust waren da mit Melancholie sehr anmutig gepaart. Sie war schon gut in den Sechzigern, man sah es ihr aber nicht an. Von weitem hätte man sie gut für eine Frau Ende Dreißig halten können. Sie hatte noch immer die Grazie, die Geschmeidigkeit und die nervöse Unruhe junger Wildkatzen an sich. Dann ihre Lesung. Sie veränderte sich dabei etwas. Das Mädchenhaft-Kindliche ging jetzt verloren. Sie wurde bewußter, strenger. Sie wußte genau, was sie jetzt tat und wollte: vortragen, das feine Gespinst ihrer Verse zum Klingen bringen." (Horst Krüger, 1977)

Mascha Kalèko, 1907 in Galizien als Tochter jüdischer Eltern geboren, eroberte sich mit ihren Versen als "Philosophin der kleinen Leute" schon früh das literarische Berlin. 1938 emigrierte sie in die USA, 1960 ging sie nach Israel und starb 1975 in Zürich. Ihr moderner Tonfall ("Das lyrische Stenogrammheft", "Verse für Zeitgenossen") bezaubert bis heute. "... haben Sie Dank für Ihre ausdrucksvollen Gedichte, an denen ich eine gewisse aufgeräumte Melancholie am meisten liebe. (...) ich wollte doch, Ihre wohllautend-mokante Stimme erklänge auch wieder in Deutschland." Thomas Mann

Mascha Kalèko - 100. Geburtstag am 7. Juni 2007
Aufführungstermine
Premiere im
Renaissance-Theater Berlin:
21. Januar 2007

Weitere Termine
im Renaissance-Theater Berlin:
21. März 2012  20 Uhr